Dienstag, 10. April 2012

Neue Welt

Wenn der Hass dominiert,
die Lethargie uns regiert
und die Füße schwer am Boden kleben,
dann hat's uns verarscht, das Leben.

Schweigsam treiben wir daher,
flott und behend, doch im Kopfe leer-
und die Massen strömen hinweg,
jeder nur in sein Versteck.
Gute Mine zum bösen Spiel,
aber meckern, das könn' wir viel,
anstatt uns zu erheben-
Da haben wir's verschenkt-unser Leben.

Und der Motor der Zeit, der rollt,
alles glitzert, nichts ist Gold.
Verkauft an den Teufel unsere Seelen,
trocken ob der Erkenntnis bald uns're Kehlen,
und die Erde wird erbeben!
Und dann ist's dahin, unser Leben.

Und sitzen dann so da,
fortan die Blicke klar
gerichtet auf den Trümmerhaufen.
Davon können wir uns dann auch nichts kaufen.
Doch aus Müll Geld zu machen
ließ von jeher unser'n Ehrgeiz entfachen-
und so werden die Haufen eben,
aus altem Müll neu-konstruiertes Leben.

Kommentare:

Magda hat gesagt…

Nichts zu danken. ;)
Ja, deine Texte gefallen mir wirklich.
Sind es einfach Gedichte oder auch als Songtexte gedacht?
Liebe Grüße.

Simtobun hat gesagt…

Danke für dein Feedback. Für den Moment bleiben es Gedichte. Ich denke, die wenigsten der hier geposteten Stücke eignen sich zum Vertonen. Vielleicht findet sich ja mal zu viel Zeit um es zu probieren, allerings würde ich dann höchstwahrscheinlich anders herangehen müssen.
Wenn du aber Musik gleichen Inhalts mit den Worten eines Anderen hören magst, klick doch mal auf das Albumfoto links oben im Blog.

Liebe Grüße